Situative Führung 2.0

Die Sprache des Zeitgeists fordert von Führungskräften einen Führungsstil, der ihnen ermöglicht,
• geistesgegenwärtig je nach Situation und beteiligter Person handeln zu können,
• innere Beweglichkeit im Einnehmen unterschiedlichster Führungs-Rollen und
• Empathie im individuellen und entwicklungsfördernden Umgang mit Mitarbeitern aufbringen zu können. Dazu kommt
• flexibler Standpunktfähigkeit,
• das Denken in Entwicklungsprozessen und
• die Kunst der fortwährenden, bewusst geführten persönlichen Entwicklung.

Wir nenne das Situative Führung 2.0.

Das Instrumentarium einer zeitgemässen Führungstechnik muss so variabel sein wie die täglichen Herausforderungen. Eine Führungskraft muss unterschiedlichsten Arten von Menschen gerecht werden, muss in der Lage sein, einem hochsensiblen Mitarbeiter gegenüber fein abgestimmte Impulse zu geben und auf der anderen Seite einem grobschlächtigen Haudrauf mit massiver Aktion entgegen treten zu können. In dem einen Moment ist eine Panne in der Produktion mit dramatischen Auswirkungen zu managen, im anderen ein differenziertes Entwicklungsprojekt aufzusetzen.
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Situative Führung 2.0 heisst das flexible Bereitstellen von angemessenen Führungswerkzeugen für jede sich bietende Situation. Ausgangspunkt dafür kann nur die eigene Elastizität und Flexibilität sein!

Orientierung in dem, was richtig oder falsch, was gut oder schlecht ist, wie Mitarbeiter geführt werden und wohin ein Unternehmen sich entwickeln soll, all dieses kann nicht länger im Außen gefunden werden, sondern nur noch in der inneren Orientierung und der daraus resultierenden Fähigkeit zur Selbststeuerung: im eigenen ICH.

An diesem Punkt sehen wir inmitten der Entwicklungen von Industrie 4.0 den Menschen 1.0 mit seinem Blick auf sich selbst und die Welt als Maßstab für verantwortungsbewusste Entwicklung von Führungsfähigkeit.

Wir stehen an einer Weggabelung: gelingt es uns, uns selbst aus dem ICH, dem Kern unserer Autonomie, zu steuern oder geraten wir in den Strudel von Diskontinuität, Ablenkung, Zerstreuung und emotionaler Manipulation aus dem Nicht-Ich. An dieser Weggabelung scheiden sich in unserer Zeit die Geister.
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